Feuer übt auf mich schon lange eine große Faszination aus, weil es so unterschiedliche Funktionen für uns Menschen hat. Als Lagerfeuer dient es dazu, uns zu wärmen, uns zu nähren, gibt uns einen Ort, uns als Gemeinschaft zu sammeln und uns gegenseitig zuzuhören oder unsere Geschichten zu erzählen. Es ist damit cozy, comfy und community.
Gleichzeitig kann eine Flamme nach außen gewendet auch verteidigen, kämpfen, zerstören, überspringen, wüten, dabei reinigen. Es ist also ganz praktisch, um (im metaphorischen Sinne) das Patriarchat und Machtstrukturen im Allgemeinen abzufackeln.
In diesem Sinne steht „Feuer“ für das Lagerfeuer, an dem wir für uns und einander sorgen. Und die „Flamme“ für den Flammenwerfer, mit dem wir uns verteidigen und für eine gerechtere Welt kämpfen.
Geschichten sind eine endlose Ressource, um etwas über unsere Welt zu lernen. Wessen Geschichte erzählt wird, über wen wir also viel lernen, ist aber lange Zeit sehr einseitig gewesen. Wer herrscht, hat die meisten Möglichkeiten, die eigene Perspektive auf die Welt zu verbreiten. Was unterdrückt wird, ist dadurch aber der Blick auf die Welt durch die Augen der Beherrschten. Zwar werden immer mehr Werke von FLINTAs, PoCs oder Be_hinderten verlegt – aber sie gehen oft in der Menge cis-hetero-weißer-abled Büchern unter.
Deshalb bieten meine Buchhandlung und meine Bildungsangebote ausschließlich diesen Autor:innen und Themen eine Bühne. Denn so muss niemand mehr zufällig darüber stolpern, sondern kann sich bewusst darin wiederfinden oder sich damit konfrontieren.
Nancy Cardini
Nancy
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